Geschichte der Königsträßer Kompanie

Die Herstellung des Adlers lag seit 1881 in den Händen von Mitgliedern der Königsträßer Kompanie. Tischlermeister Xaver Schellhasse fertigte den traditionellen Adler bis 1910. Danach übernahm Kunsttischler Anton Wippermann die Adlerherstellung in stetig verbesserter Form. Die Kunst des Schnitzens vererbte sich auf seinen Sohn Heinrich, die farbliche Gestaltung übernahm dessen Bruder Hans Wippermann, bis das Geschlecht handwerklich 1972 ausstarb. Von 1974 bis 1984 fertigte Josef Thomas Brinkschröder künstlerisch gestaltete Adler. Sie wurden nicht nach Schablonen gearbeitet, jeder Vogel war „einmalig“. Ab 1985 hat Gerd Strey, als ehemaliger Tischlergeselle in der Werkstatt Heinrich Wippermanns, die originalgetreuen Traditionsadler – aus der Zeit von 1832 bis 1972 – hergestellt. Gerd Struwe (Western), gab dem Holzadler das natürliche Aussehen durch die Farbgebung. Am Schützenfest-Montag, dem 12. Juli 1999, verstarb Gerd Strey.
Der Rasen auf dem Schützenplatz sollte durch die Bierfuhrwerke und den Hufen der Rösser nicht beschädigt werden. Das Bier wurde am Eingang des Platzes gelagert, gekühlt und mit selbstgebauten Wagen in die Kompaniebereiche gefahren. Die Königsträßer bauten sich 1926 ihren Schimmel (wahrscheinlich in Anlehnung an das in der Kaserne an der Rathenaustraße stationierte 15er Reiterregiment). Die Bierwagen aller Kompanien verbrannten 1945 im Keller der Festhalle, die durch einen Bombenangriff auf den Schützenplatz in Schutt und Asche fiel. 1952 machte sich Leutnant Wippermann ans Werk. Als Tischlermeister schuf er einen neuen Schimmel, der seinem Vorgänger an Schönheit nicht nachstand.
Zu seinem 50 Geburtstag, im Jahr 2002,  wurde der Schimmel einer eingehenden Untersuchung unterzogen und erhielt den Namen „Wilhelm“.
1927 beschlossen die Schützenbrüder Hans Schröder, Gerhard Vorwold, Hans Wippermann und Josef Hecker, jährlich eine Schützenfestzeitung unter der Bezeichnung „BLAUER SCHMUS“ herauszubringen. Diese Zeitung hielt den Festablauf fest und brachte Anekdoten.


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