Geschichte der Königsträßer Kompanie

Die Königsträßer Kompanie
von Dieter Kohrs

Die Königstraße, die alte „platea regis“, so der lateinische Name der Straße, die sich in den Paderborner Urkunden seit dem späten 13. Jahrhundert nachweisen lässt, ist Namengeber der Kompanie. Außerhalb der Stadtmauern gab es keine Straße, so zog sie sich parallel zur Stadtmauer hin. Weil der Fürstbischof von Neuhaus kommend, aber auch anderer hoher Besuch auf dieser Straße (übrigens im 18. Jahrhundert der einzigen ohne Misthaufen in der Stadt), die zudem über die erforderliche Breite verfügte, in die Stadt einzog, erhielt die Straße ihren Namen. Sie war außerdem die Verbindung zwischen dem Western- und Neuhäuser-Tor.Die damaligen Bauerschaften hatten die Tore und den entsprechenden Mauerabschnitt zu verteidigen. Die Bauerschaft, welche für diesen Abschnitt zuständig war, erhielt den Namen „Königsträßer“. Im Königsträßer Bereich waren die meisten Paderquellen, so war es eigentlich selbstverständlich, dass den Königsträßern die Farbe „blau“ zugeteilt wurde. Bei der Gründung des Paderborner-Bürger-Schützenvereins im Jahr 1831 wurden Name und Farbe von der Bauerschaft übernommen.


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